Von elektrischen Rasierern und griechischen Tempeln

Bereits zum dritten Mal veranstaltete der Verein am 26.05.2012 den Rhetorik-Workshop. Wie bei den letzten beiden Malen brachte uns Herr Osman, ein Lateinlehrer des Lessing-Gymnasiums Mannheim, eloquent und kompetent die Kunst des Redens nahe.

Los ging es mit einer theoretischen Auseinandersetzung des Themas. Anhand eines vorher ausgehändigten Skriptes mussten wir in Gruppen einen Vortrag darüber halten, wie ein guter Vortrag zu halten ist. Es war dabei sehr interessant zu sehen, wie unterschiedlich und kreativ die Ergebnisse der Gruppen waren.

Nächster Punkt im Programm war das richtige Zitieren sowie korrekte Literaturangaben. Nach der Pause wurden dann die praktischen Übungen vertieft. Das spontane Fassen und die Wiedergabe eines Gedankens im „Kugellager“ durfte genauso wenig fehlen wie die freie Rede.

Weiterhin wurden pointiertes Lesen und Sprechen sowie Stehgreifreden geübt. Für alle sehr aufschlussreich war die anschließende Videoanalyse. Zu verschiedenen Aufgabenstellungen, z.B. der freien Rede auf ein Stichwort oder der Rede nach dem 3 bzw. 5-Punkt-Schema zu einem Spezialgebiet des Vortragenden, wurden die Teilnehmer gefilmt und konnten sich danach selbst beurteilen.

Doch was hat es mit der Überschrift zu diesem Bericht zu tun? Es handelt sich dabei um einen von Herrn Osmans Tipps, zu Beginn einer Rede für Spannung im Auditorium zu sorgen. Denn wer erkennt auf den ersten Blick den Zusammenhang zwischen einem elektrischen Rasierer und den griechischen Tempeln in Paestum? Solch einen Zusammenhang seriös in einem Vortrag aufzuarbeiten gehört sicherlich auch zur großen Kunst, einem Publikum Fakten näherzubringen, ohne dass es einschläft (Auflösung: Der Zusammenhang besteht im Proportionenverhältnis – Stichwort „goldener Schnitt“).

Wir danken Herrn Osman für einen unterhaltsamen und lehrreichen Workshop, bei dem wir viel Spaß hatten, aber auch einiges für die mündliche Abiturprüfung bzw. Vorträge in der Uni mitnehmen konnten.

 
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